Gabriels Dolchstoßlegende


Moin!

Diese folgende Meinung hört man immer öfters (und ich schliesse mich dem an). Die Frage die ich mir stelle ist: Wie kommt die SPD darauf so etwas zu tun? Halten die uns für sooooooo Blöd? Das kann doch garnicht sein, vielleicht muss man denen mal zeigen was wir über sie denken? Wie lange werden wir uns das wohl noch bieten lassen….

Selbst die Grünen haben erkannt, dass die SPD „spinnt“ —-> LINK. Von Erneuerung kann ja wirklich keine Rede sein: Selbstherrlichkeit, Machtgeilheit und Arroganz aber keine „Volkspartei“ (auch die „Nebeneinkünfte der SPD Abgeordneten muss man mal im Auge behalten).

Gelesen auf Readers Edition

Artikel von Zbigniew Menschinski vom 01.07.2010, 20:18 Uhr im Ressort Politik | No Comments

DIE LINKEN warn’s mal wieder. Sie sind schuld, dass Joachim Gauck nicht zum Zuge kam. Ob Frankfurter Rundschau, ZEIT oder taz die “Zentalorgane” von SPD und GRÜNEN verkünden: Nicht eine absolute Mehrheit der schwarz-gelben Delegierten hat Wulff ins Amt gehievt, sondern die fehlenden Stimmen der LINKEN für Gauck.Jeder, der denken und rechnen kann, weiß, dass das nicht stimmt. Hätte DIE LINKE von vornherein für Gauck votiert, hätte Wulff schon im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht. Hätte DIE LINKE keine eigene Kandidatin aufgestellt, hätten sich niemals 44 Abweichler in Merkels Koalition gefunden. So aber wussten etliche schwarz-gelbe Abtrünnige, dass sie in den ersten Wahlgängen auch gegen Wulff stimmen können, ohne dass ihre Ämter und Apanagen in Gefahr geraten. Sie nutzten die Gelegenheit und machten ihrem Ärger über den “Koalitionspartner”, die “Gurkentruppe” und “Wildsäue” Luft. Ein paar ganz Rechte in der CDU wollten es auch Angela Merkel heimzahlen.

495 plus 121 erreichten GRÜNE, SPD und LINKE im dritten Wahlgang, als unklar war, wen die Delegierten der LINKEN wählen würden. Und schon war sie da – die absolute Mehrheit für den schwarz-gelben Kandidaten Christian Wulff. 496 plus 121 ist weniger als 625. Vielleicht erklärt das noch jemand den Herren Gabriel und Beck.

Doch Gabriels Dolchstoßlegende von der Schuld der LINKEN lag schon in der Schublade, noch ehe Joachim Gauck seine Kandidatur bekanntgegeben hatte. Gauck war Lockvogel und Gesslerhut zugleich, Instrument, um schwarz-gelbe Abweichler zu ködern und um die LINKE zu provozieren und zu demütigen.

Wofür steht Joachim Gauck?

Sicher nicht für rot-grüne Aufbruchprojekte. Joachim Gauck befürwortet den Afghanistankrieg, er war und ist für HartzIV und Agenda. Obwohl er Chefaufklärer gegen die erste Stasi war, hörte man von ihm nie ein mahnendes Wort gegen die aufkommende zweite Stasi. Keine Silbe zur Bespitzelung von Mtarbeitern bei Post, Telekom, Deutscher Bahn, Schweigen zur Überwachung bei LIDL, Ignorieren der bezahlten Schnüffeleien gegen das Privatleben von Politikern, Wegschauen bei Schäubles Ausspähplänen, wohlwollendes Kopfnicken beim Abhören linker Verdächtiger und der behördlichen Ausforschung von HartzIV-Empfängern. Bei Umweltthemen und Kernkraft dasselbe Bild – Schweigen mit Tendenz nach rechts.

Warum hätte DIE LINKE Joachim Gauck wählen sollen?

Aus welchen inhaltlichen Gründen hätte ein authentischer GRÜNER oder Sozialdemokrat Gauck wählen sollen?Gaucks Scheitern lag an der satten schwarz-gelben Mehrheit und an der Unfähigkeit der GRÜNEN- und SPD-Spitze einen Kandidaten oder eine Kandidatin mit liberal-konservativ-sozialem Engagement zu präsentieren, wie z.B. Hamm-Brücher, Töpfer oder Geissler.

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~ von chubca - Juli 2, 2010.

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